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Familienname Penterling

Mutters Lieblingslied:
Tief drin im Böhmerwald, da ist mein Heimatort,
es ist schon lange her, dass ich von hier bin fort,
doch die Erinnerung, die bleibt mir stets gewiß,
daß ich den Böhmerwald gar nie vergiß.
Das war im Böhmerwald, wo meine Wiege stand,
im schönen, grünen Böhmerwald.

Den schönen grünen Böhmerwald, den habe ich selbst nie gesehen, und dennoch ergreift mich mit zunehmendem Alter die Sehnsucht, die Heimat meiner Ahnen mit eigenen Augen selbst zu sehen.

Als Kind hörte ich gebannt den Geschichten der Eltern, den Onkel, den Tanten, sowie der Großeltern zu, ohne zu begreifen, wie schmerzlich der Verlust ihrer geliebten  Heimat war.

Der Gedanke, über das Woher, das Wohin und Warum brachte mich dazu mehr über meine Ahnen herauszufinden.
Teilweise gibt es noch Familienmitglieder, die hinterfragt werden konnten. Teilweise finden sich Hinweise in den modernen Medien. Teilweise bleibt aber nur die Möglichkeit in alten Kirchenbücher nachzuforschen.
Nach familiärer Auskunft wurden ihre Anwesen nach 1946 zerstört bzw. abgetragen.
Aus anderen Quellen aufgefundenes Bildmaterial belegt das traurige Schicksal.

Das Unrecht, das meinen Ahnen in 1946 widerfahren ist, stellt jedoch nur eine kleine Episode im Laufe der Jahrhunderte dar. Das familiäre Leben im Böhmen begann nachweisbar vor mehreren Jahrhunderten und läuft anderer Orts auch weiterhin erfolgreich ab. Fleisige und ehrliche Leute finden zumeist einen Weg.

Widrige Lebensumstände unserer Ahnen führten zu Umsiedlungen und Auswanderungen, wodurch sich die Schreibweise des Familiennamens Penterling in den zurückliegenden Jahrhunderten mehrfach änderte.
Der Familienname Penterling lässt sich  bis ca. Anfang des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen, wobei der Familienname wie angeführt, sprachlich bzw. auch mundartbedingt unterschiedlich festgehalten wurde.
Entsprechend der unterschiedlichen Sprachen und Mundarten wurde der Familienname Penterling auch als Benderling, Pendelin, Penderl, oder ähnlich in historischen Kirchenbüchern/Einwohner-/Landesverzeichnissen vermerkt.
Ältere böhmische Kirchenbücher sind oftmals in Altdeutsch verfasst.
Je nach Handschrift des Verfassers oftmals gerade noch lesbar,  wird es dagegen aus noch früheren Zeiten, mit lateinische handschriftlichen Vermerken oder gar in tschechischer Sprache handschriftlich verfasst, außerordentlich schwierig , die Eintragungen zu entziffern.

Aus familiärer Überlieferung ist bekannt, dass sich ein Angehöriger, der den Beruf des Zimmermanns ausübte, in jungen Jahren auf  die Walz, d.h. Wanderschaft, begab, und nach seiner Heimkehr davon berichtete, dass er im elsässischen Dorf Klingenmünster auf den Familienname Penterling gestoßen sei.

vermutlich nach 1648 abgewandert / in Klingenbrunn und Schönau angesiedelt/ 1946 zurück in die Oberrheinische Tiefebene / andere Quellen listen Maquerite Pendelin 1616 in • Cambronne lès Clermont, 60290 auf

Dies lässt darauf schließen, dass bereits während der politisch unruhigen  Zeitspanne des 16. und 17. Jahrhunderts, eventuell Überlebende des 30 jährigen Krieges (1618-1648), familiäre Abwanderungen aus dem Elsass erfolgten.
Verarmte Adelige, Bauern und Handwerker begehrten mehrfach gegen die damals weit verbreitete Leibeigenschaft auf.
Kaiser, König und Landesfürsten lebten samt ihrem Gefolge in Saus und Braus, während das einfache Volk dem Hungerstod nahe stand.
Mit dem Fenstersturz von Prag begann der 30 jährige Krieg, der vielerorts ganze Landschaften entvölkerte.

Johann und Apollonia Penderl, Geburtsdatum unbekannt, beide aus  Klingenbrunn in Niederbayern zugezogen und vor dem 30.Juli 1764 verstorben, lebten zuletzt in Böhmen. Ab diesem Zeitpunkt, Vermählung des Stammhalters Christoph Penderl, lässt sich genealogisch annähernd der Zusammenhang der Verbreitung des heutigen Familiennamens Penterling verfolgen. Dessen Angehörige, sowie deren Nachkommen bildeten mehrere Familienstämme, die den Familienname weitertrugen.

In früheren Zeiten war es absolut üblich, den erstgeborenen Sohn, sowie die erstgeborene Tochter, nach den väterlichen Großeltern zu benennen.
Die zweitgeborenen Söhne und Töchter wurden häufig nach den mütterlichen Großeltern benannt.
Somit lässt sich auch aus der zurückliegenden Namensgebung der Kinder und Kindeskinder eine gewisse Zugehörigkeit auf die jeweiligen Vorfahren ableiten.
Seinerzeit bestanden engere Verwandtschaftsverhältnisse zwischen gleichnamigen Familien die in  Niederbayern, Böhmen und Österreich lebten.
Im laufe der Zeit sind die Verwandtschaftsverhältnisse zum Familienname Penterling jedoch versandet.

Die politischen Verhältnisse, im sogenannten Dreiländereck, haben sich im Laufe der Jahrhunderte ähnlich wie im Gebiet der oberrheinischen Tiefebene, nicht nur während der  napoleonischen Kriegsführung, mehrfach verändert.
Die deutschsprachigen Ansiedlungen der oberrheinischen Tiefebene und des Dreiländerecks wurden durch vorgenommene Kriegshandlungen der amtierenden Fürstenhäuser recht häufig Brandschatzungen und Unterwerfungen ausgesetzt.

Wechselnde Zugehörigkeit, sowie den damit verbundenen Leibeigenschaften, zu den jeweiligen Fürstenhäusern brachten neben verordneten Richtungsänderungen der Glaubensgemeinschaft auch bittere Armut und ständige Frondienste mit sich, die in mehrfachen Bauernaufständen und Rebellionen mündeten, die letztlich allesamt niedergeschlagen wurden und Verfolgung/Folter und Hinrichtungen auslösten.

Grund genug mit Hoffnung auf besseres Leben auszuwandern. Wer sich allerdings in Leibeigenschaft befand hatte es schwer sich freizukaufen.
Den Habsburgern waren bis 1781 auch Leibeigene im württembergischen Rheinfelden unterstellt.

Holzfällerwerkzeug Anno 1750
180 laufende Meter, 1,8 m hoch / 0,9 m tief, entsprechen 100 Klafter Scheitholz

Nachdem in Böhmen die Leibeigenschaft zum 01. November 1781 durch den Habsburger Joseph den II abgeschafft und Einwanderungswilligen ein eigenes Haus, plus 5-6 Joch  Pachtland, sowie freies Leben versprochen wurde, wanderten erneut auch viele Handwerker- und Bauernfamilien aus der oberrheinischen Tiefebene in das damals entvölkerte, aber fruchtbare und wildreiche Böhmen ab. Allerdings mussten die Siedler jährlich 100 Klafter Scheitholz zum vereinbarten Festpreis abführen, ansonsten ging Haus und Hof an den Fürsten zurück. Mit der Zeit kamen  jedoch periodisch erneut ähnliche politische Zustände wie in der alten Heimat auf. 
Sich daraus ergebende Grenzverschiebungen erbrachten wechselnde Zugehörigkeiten zu Niederbayern, Böhmen, Österreich / Österreich Ungarn bzw. mitunter auch zu Frankreich.

Trotz aller Lebens-Unbillen gelang es innerhalb der Vielvölkergemeinschaft innerhalb von Friedenszeiten blühende Landschaften und Wohlstand zu schaffen

Segelschiff
die neue Freiheit nutzend nach Amerika

Wiederkehrende Arbeitslosigkeit und Hungersnot, unter anderm durch Technologiesprünge, z.B. Erfindung der Dampfmaschine und der Eisenbahn herbeigeführt, bewegte Familienangehörige zur Auswanderung in die neue Welt.
Wien, österreichische Hauptstadt, nahm zunehmend kleinere Mengen Brennholz ab, mit der Eisenbahnlinie wurden die Wiener Bevölkerung  mit Kohle aus entfernteren Regionen versorgt.

Joseph Benderling, geb. 28. Feb 1818 in Neuofen, Boehmen, ist am  04. Jul 1889 in Oshkosh, Wisconsin, Winneboga County verstorben.

Carl Johann  Benderling, geb. 28. Jan 1855 in Hirschbergen, Boehmen, der Ort liegt unweit von Neuofen, ist am 06. Sep 1928 ebenfalls in Oshkosh verstorben. Im Zuge dieser Auswanderung änderte sich die Schreibweise von einst Penderl und Pendelin zu Benderling.

Unsere 1935 geborene Tante Maria, aus Neuhäuser Nr. 1 stammend, erinnert sich, dass es zwischen Karl und seiner Familie vor dem 2.Weltkrieg gelegentlich Briefwechsel gab. 

Karl(Carl) Johann Pendelin(Benterling),  heiratete 1883 Theresia Schröder, geboren im  Mai 1858 in Böhmen, gestorben am 10. Dezember 1919 und hinterließ die Kinder Anna, Charles, John, Mary,  Sabina, Theresia und Frank

Kapelle der heiligen Dreifalltigkeit / neben dem in 1946 amtierenden katholischen Pfarrer machten sich weitere Personen aus Mydlovary schlimmer Nachkriegsverbrechen schuldig.
Ansiedlungen der Großfamlie Penderl/Pendelin/Penterling
Wappen des ehemaligen Kohleabbauwerkes Mydlovary hier geht es zum Zeitzeugenbericht

Nach Ende des 2. Weltkrieges(1945), wurden die in Böhmen verblieben Nachkommen vom Schicksal eingeholt, und 1946 aus ihren Anwesen, in Hirschbergen, Oiberg, Neuofen, Neuhäuser usw. gelegen, vertrieben und ihres Besitzstandes durch angeordnete Beschlagnahmungen beraubt.
Wer neben der Leibwäsche Hausrat oder gar Wertsachen mit sich führte, wurde zumeist unterwegs beraubt und ermordet.
Die Landesgrenzen zu Bayern und Österreich konnten von Neuhäuser aus zu Fuß binnen ca. 3 Stunden erreicht werden. 

Im Zuge der sogenannten wilden Vertreibung kehrten überlebende Familienmitglieder auch in die oberrheinische Tiefebene zurück und wurden in Blankenloch, damals ein kleiner Vorort der baden-württembergischen Großstadt Karlsruhe, wieder sesshaft.

Über erlebte Greueltaten des 2.Weltkrieges herrschte , bis zum Ableben familiärer Augenzeugen, eisernes Schweigen. Erst nach dem eingetretenen Tod kamen gut verwahrte handschriftliche Aufzeichnungen des Gr0ßvaters mütterlicherseits zum Vorschein.

Laut Überlieferung wurden die überlebenden Familienmitglieder väterlicherseits anfänglich in Räumlichkeiten des heutigen evangelischen Kindergartens Blankenloch einquartiert.
Die Überlebenden Familienmitglieder mütterlicherseits, aus Weichseln, bei Krumau in Böhmen gelegen, vertrieben,  fanden anfänglich in der ehemaligen Waschküche im Schloss Stutensee Zuflucht.

Pékná(Schönau),  heute Činov, ein OT von Stružná / Giesshübl, liegt an einem bewaldeten Hang am Südwestrand des Duppauer Gebirges.
Die Häuser der vertriebenen Bewohner der Ortschaften Nova Pek (Neuofen), Nové Chalupy (Neuhäuser) und Pékná(Schönau), sowie Jelení vrchy (Hirschbergen) verblieben überwiegend leerstehend,  wurden mit der Zeit zerstört oder abgetragen.
Nach familiärer Überlieferung bestehen die bis 1946 im Familienbesitz befindlichen in Oiberg bei Neuofen und Neuhäuser gelegenen Anwesen nicht mehr.
Die ehemals deutschböhmischen Orte Schönau Neuofen/Neuhäuser grenzen derzeit an militärisches Sperrgebiet.
Auszugsweise genealogische Zugehörigkeit zum Familienname Penterling, aufsteigend ab 1723 .
Anhand des großen Kinderreichtums sind ab 1723 eine Vielzahl weiterer Nebenlinien entstanden.

Johann und Maria 1896

    Datum oo    07.01.1896     
Johann Penterling Neuhäuser 21
Maria Penterling geb. Lang

Kinder: Pius geb.29.06.1896 / Maria geb. 21.11.1897 / Anna geb. 12.12.1899 / Stefanie geb. 15.12.1906 / Ida geb. 30.09.1908

Geburtsbuch Schönau 1896
Pius Penterling 29.06.1896 in Neuhäuser Nr. 21 geboren lebte mit seiner 7 köpfigen Familie bis 1946 im Haus Nr. 1 / Gaststube "Pederl"

Geschichte
Von Ol1ver, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36882169

Zum Ende des 18. Jahrhunderts bestanden im Mündungsbereich des Seebaches und des Hefenkriegbaches in die Moldau lediglich die Höpfelmühle, die Einschicht Zaunlipp, die Salnauer Jägerhäuser sowie ein Schwemmplatz, von dem das auf der oberen Moldau geflößte Scheitholz über das Scheiterstraßl mit Fuhrwerken hinauf zum Schwemmkanal transportiert wurde. Im Jahre 1840 war die Ansiedlung noch so unbedeutend, dass sie in Sommers topographischer Beschreibung des Königreiches Böhmen als Teil von Parkfried betrachtet und nicht namentlich erwähnt worden ist. Anderthalb Kilometer südlich der Salnauer Jägerhäuser entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Ansiedlung Neuhäuser, ihre erste schriftliche Erwähnung erfolgte am 30. November 1846. Wie Parkfried war auch Neuhäuser nach Salnau gepfarrt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieben die Neuhäuser der Allodialherrschaft Krumau untertänig.

Nach der Aufhebung der Partrimonialherrschaft bildete Neuhäuser ab 1849 mit den Salnauer Jägerhäusern, dem Zaunhaus, Zaunlipp und der Stallschmiede einen Ortsteil der Gemeinde Neuofen im Oberplan. Ab 1868 gehörte das Dorf zu Gerichtsbezirk Krumau. An der Moldau entstand in dieser Zeit die Fürstlich Schwarzenbergsche Dampfsäge. Nachdem zwischen 1887 und 1888 die 3,8 Kilometer lange Hefenkrieger Glitsche bzw. Salnauer Riese (Novopecký smyk) zur Moldau angelegt worden war, mit der die Holzflößerei von der Großen Mühl zur Moldau verlagert wurde, und der Salnauer Flößplatz 1892 auch eine Eisenbahnverbindung nach Budweis erhielt, wuchs Neuhäuser Nove Domy stark an. Am Bahnhof entstand die neue Siedlung Salnau-Bahnhof. Im Jahre 1910 bestand die Streusiedlung aus 26 Häusern und hatte 270 Einwohner. Zwischen 1923 und 1924 erfolgte die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Der tschechische Ortsname wurde 1924 in Nové Chalupy geändert. Nördlich des Bahnhofs ließen die Fürsten Schwarzenberg 1926 den größten Kabelkran der Tschechoslowakei errichten, der der Übersetzung des Holzes über die Moldau zur Eisenbahn diente; er wurde 1929 bei einem Orkan umgeworfen und fiel in den Fluss. Am Bahnhof eröffnete der Verwalter der Schwarzenbergischen Brauerei in Schwarzbach, Franz Böhm, das Hotel Muhr. Im Jahre 1928 wurde in der Nähe des Bahnhofs ein tschechischer Kindergarten eröffnet, den vornehmlich die Kinder der Beamten der ČSD aus der weiten Umgebung besuchten. Außerdem gab es in Neuhäuser eine deutschsprachige Schule. 1930 lebten in den 37 Häusern von Neuhäuser 313 Personen. Im Oktober 1938 wurde das Dorf in Folge des Münchner Abkommens dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Krummau. 1945 lebten in den 44 Häusern von Neuhäuser 326 Personen. Nach dem Ende des zweiten Weltrieges kam Nové Chalupy an die Tschechoslowakei zurück und die deutschböhmische Bevölkerung wurde auf Grund der Bennes Dekretes zum großen Teil vertrieben. Zwei Drittel der Häuser blieben unbewohnt und wurden abgebrochen. Später wurde die Siedlung zum Ortszentrum der Gemeinde Nová Pec ausgebaut. Im Jahre 1991 hatte Nové Chalupy 380 Einwohner. 2001 bestand der Ort aus 62 Wohnhäusern, in denen 370 Menschen lebten. Insgesamt besteht Nové Chalupy aus 109 Häusern.

Die Suchbegriffe, Schwarzenberger Schwemmkanal – Český Krumlov, führen zu sehr ausführlichen und detaillierten Infoangeboten über Land, Bevölkerung und  Wirtschaft.
Historisch ausführlicher belegt sind die politischen Veränderungen in den Ortschroniken von Krumau und Budweis.

Aus den Kirchenbüchern von Pekna und Zelnava geht hervor, dass unsere Vorfahren nicht nur in Neuhäuser, sondern auch rund um das Hotel Muhr lebten.
Teilweise ist in den Trauungs- und Sterbebücher der Wohnsitz Hotel Muhr eingetragen.
Ab 1807 sind Familiennamen Penderl, Pendelin, später Penterling, in den Trauungs- und Sterbebüchern der Ansiedlungen Hirschbergen, Haberdorf, Uhligstal, Parkfried, Glashütten, Oiberg, Salnau Pernek, Schönau und Neuhäuser eingetragen.
Aus den jeweiligen Geburtsbüchern geht hervor, dass sich die Eltern mit Familienname Penderl, Pendelin ausgewiesen haben, ihre Kinder dann jedoch unter dem Familienname Penterling eingetragen wurden.
Josef Pendelin, geboren 1759, wohnhaft in Hirschbergen  ehelichte am 05.07.1807 eine Maria geborene Rauchmann. Angaben zu den Eltern sind leider sehr unleserlich eingetragen, stammt aus Klingenbrunn/Niederbayern.
Eheschließungen zwischen den Familiennamen Penderl, Pendelin und Penterling sind nicht aufzufinden.

Hotelruine Muhr, ehemaliger Wohnsitz von Familienangehörigen

Nach mündlicher Überlieferung lebte Pius Penterling und seine Familie vor dem 2. Weltkrieg von den Einnahmen ihrer Gaststube, sowie aus den Erlösen ihres landwirtschaftlichen Besitztums.

Die Lebensumstände der Sippe Pendelin wird durch die zahlreichen Eintragungen in den Geburts-, Trauungs- und Sterbebüchern belegt, aus denen neben dem Alter, dem Stand der jeweiligen Person auch Daten der Eltern und Angaben zur Todesursache vermerkt wurden.
Angaben zum Wohnort mit Hausnummer, sowie zum Stand, bsw. Häusler/Inwohner usw., aber auch Berufsbezeichnungen, wie Holzhauer, Holzfahrer, Kanalläufer usw. ergeben Rückschlussmöglichkeiten über die zurückliegenden familiären Lebensumstände.

Neuhäuser bildete ab 1849 mit den Salnauer Jägerhäusern, dem Zaunhaus, Zaunlipp und der Stallschmiede einen Ortsteil der Gemeinde Neuofen, die dem Gerichtsbezirk Oberplan zugeordnet war.
Ab 1868 gehörte das Dorf zum Bezirk Krumau.
Die Holzflößerei von der Großen Mühl zur Moldau sowie der Salnauer Flößplatz brachte 1892 auch eine Eisenbahnverbindung nach Budweis. Neuhäuser/Nove Domy wuchs stark an.
Am Bahnhof entstand die neue Siedlung Salnau-Bahnhof.
1910 bestand die Streusiedlung aus 26 Häusern und hatte 270 Einwohner.
Der tschechische Ortsname wurde 1924 in Nové Chalupy geändert.
In Neuhäuser gab es eine deutschsprachige Schule.
1930 lebten in den 37 Häusern von Neuhäuser 313 Personen. Im Oktober 1938 wurde das Dorf dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Krummau.
1945 lebten in den 44 Häusern von Neuhäuser 326 Personen.

In der Gaststube “Pederl”, dem Haus Nr. 1, das sich bis zur Vertreibung in Familienbesitz befand, wurden an den Wochenenden neben der üblichen Blasmusik auch Volkstanz angeboten.
In den Wintermonaten gab es  im großen Saal Bauerntheater.
Für das leibliche Wohl der Gäste wurde mit einfacher  Bauernkost und dem üblichen Getränkeausschank auch in handgeblasenen Bierseideln bestens gesorgt.

Zelnava GTS 1664-1725
Zelnava GTS 1773-1784
Zelnava GTS 1812-1933
Taufbuch Schönau 1870-1909

Wegen Datenschutz und Urheberrecht sind die Titelseiten der jeweiligen Kirchenbücher nur beispielhaft dargestellt.
(Das Kürzel GTS steht für Geburts- Trauungs- und Sterbebuch.)

Bei Bedarf sind die digitalisierten Kirchenbücherbestände unter https://digi.ceskearchivy.cz/Einleitung aufzufinden.