Film & Foto

Eine Agfa Fotobox aus 1950 war der erst Fotoapparat meiner Mutter, den ich als Kleinkind kennenlernte.
Wenn Mutter es erlaubte, verbrachte ich spielerisch Unmengen an Zeit damit, mich als Fotograf zu betätigen.
Allerdings war da aus Sparsamkeit heraus nie ein Film eingelegt.

Fotografieren und Filmen:

Meine im Kindesalter erweckte Leidenschaft Bilder zu schießen, wurde später zum Hobby.
Dem alsbald der Wunsch nach mehr Professionalität samt der Begeisterung zu bewegten Bildern folgte.
Szenen von Klassenfahrten abzulichten gehörten bald zur Normalität.

Das knapp bemessene Taschengeld bremste jedoch meinen Tatendrang.
Entwicklungskosten für Fotos waren schon damals sehr hoch. 
Da musste das Taschengeld erst wochenlang angespart werden.

Bis 1975 genügte mir noch eine handelsübliche Kleinbildkamera, Kodak INSTAMATIC, samt aufsteckbarem Blitzlichtwürfel, um ganz nette Erinnerungsfotos zu schießen.

Nach Einstieg ins Berufsleben sah es finanziell besser aus. Die Kleinbildkamera wurde durch eine Revue 1000 AF Superzoom ersetzt.

Fotos schießen genügte mir jedoch alsbald nicht mehr.

Laufende Bilder, Filmaufnahmen weckten mein Interesse und trugen zur Anschaffung einer Super 8 Kamera bei.
Filme selber schneiden, um weniger gutes Material zu entfernen, und längere Filme erstellen zu können, war mein nächstes Ziel.

Foto-Quelle lieferte die erste technische Ausrüstung dazu, manuelles Spulen von Hand und Bildauswahl auf dem kleinen Monitor machten den Filmschnitt möglich.
Ausführliches Studium der jeweiligen technischen Anleitungen, sowie einschlägiger Literatur, anfangs das Buch Moderne Schmalfilm Praxis von UWE NEY brachten mich weiter

 

So entstanden Unmengen an Erinnerungsfotos, aus früher Jugend. Bilder und Filmaufnahmen von aufgesuchten Urlaubsorten, aber auch vom allgemeinen Familienleben. Beispielsweise vom 300 jährigem Gemeindejubiläum Friedrichstal in 1999.
Das Warten auf Rücklieferung, des zwecks Entwicklungsarbeiten jeweils an Film und Fotolabor eingesendeten Bildmaterials , war sehr hinderlich und kreativitätseinschränkend.
Dies änderte sich technologisch bedingt mit den sich ständig steigernden vielfältigen Angeboten der Videotechnologie.
Digitalkameras verbessern seit ihrem Erscheinen ständig die technischen Möglichkeiten, fördern die Unabhängigkeit und vor allem die Kreativitätsmöglichkeiten.

Heutzutage arbeite ich überwiegend im 4k Bereichen mit Panasonic Camcorder HC-VXF999 und einer Panasonic LUMIX DC-GH5L Kamera samt LEICA DG VARIO-ELMARIT Brennweite 12-60mm Objektiv. Blendenweite 2.8 – 4.0 ASPH.
Erste Experimente mit ZHIUN Crane Plus Gimbal samt zugekauftem preiswertem Zubehör anderer Hersteller, NEEWER, SmallRig, Rollei etc. verliefen erfolgreich. 

Für spezielle Nahaufnahmen genügt mir bislang ein preiswertes Kamlan Objektiv mit Festbrennweite 50mm und Blendeweite F1.1 – F16, um herrliche Budge Aufnahmen zu erzielen.
Für Fernaufnahmen verwende ich ein LEICA DG VARIOO – ELMAR Teleobjektiv Brennweite 100 – 400mm, Blendenweite F4.0-6.3 ASPH.

Um mein Wissen und Können zu Erweitern ist ständiges Lernen, auch spielerischer Umgang mit unkonfessionellen Methoden notwendig.
Schnell ist mühsam Erspartes verschleudert, wenn nicht vor Anschaffung teurer Technologie geprüft wird, ob einem der Umgang damit bzw. deren Anwendung überhaupt zusagt.

Beispielsweise bestand bei mir Interesse an einer Fotobox. Die allerdings mit einem elektrisch steuerbaren Drehteller ausgestattet sein sollte, um Objekte wie kleine Schmuckstücke filmtechnisch ins rechte Licht setzen zu können.

Preiswerte Angebote waren nirgends aufzufinden.
Blieb nur spielerisches Tüfteln, um erste Ergebnisse zu erzielen. Schnell war die eingemottete Fischertechnik aus jahrelangem Winterschlaf hervorgezaubert.

Nachfolgend eine kleine Bild und Filmkombination, um deutlich zu machen, was kreatives Denken und Handeln so alles bewerkstelligen kann.

Videobeitrag:
kleine Anleitung zum Nachbauen: